Angst ein Wiki loszulassen? Gegenstandslose Befürchtungen (Teil 4 von 9)

Was wären Ihre Überzeugungen oder vielmehr Befürchtungen, wenn Sie nachts von einem Wiki träumten, das zentrales Organisations-, Arbeits- und Kommunikationsmittel Ihres Unternehmens wäre?
Frank Roebers, CEO, hat diesen Traum umgesetzt und sagt ganz offen „Ich war mir ganz sicher, dass es nicht schief gehen würde; allerdings war ich auch der einzige bei uns im Unternehmen, der sich ganz sicher war.“

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=9YPZF7wzTeE &showsearch=0[/youtube]

Die hier im Video näher erläuterten Einwände im Kreis der anderen Führungskräfte waren:

  1. es gibt totale Anarchie und es droht der Untergang des Unternehmens,
  2. im Mitarbeiterwiki wird einfach nichts passieren, es wird versanden: es wird sich niemand beteiligen,
  3. im Franchisenehmer-Wiki wird es Tonalitätsprobleme wie im früheren Feedback-Forum geben.

Punkt 1 bedarf keiner weiteren Worte, siehe Synaxon AG und die Inhalte dieser Vlog-Serie.

Zu Punkt 2 hat man folgende Erfahrung gemacht: „Nach einer kurzen zögerlichen Phase haben allerdings sehr schnell die meisten Kollegen gelernt: Wenn ich mein Wissen teile, werde ich dadurch besser und schneller. … Das wiegt mehr als mein Wissensmonopol zu behalten.

In Bezug auf Befürchtung 3 hat sich eine Erfahrung von Wikipedia bewahrheitet, dass Strukturen und Tonalitäten in Wikis sehr stabil sind. Roebers sagt: „Wir haben das Wiki vorbefüllt (Anm.: ca. 4000 erste Artikel). Wir haben eine sehr sachliche, aber schon humorvolle Art der Kommunikation gewählt. … Die gleichen Franchisenehmer, die vorher noch sehr unhöflich im Forum unterwegs gewesen sind, haben mittlerweile einen sehr sachlichen konstruktiven Stil in dem Wiki. … Ausfälligkeiten sind super-selten.

2 Kommentare zu diesem Artikel


  1. SYNAXON AG Blog » SYNAXON Blog Artikel » Interview zu unserem Wiki mit Frank Roebers schrieb:

    […] Für alle die es noch nicht gelesen/gesehen haben. Frank Roebers hat ein längeres Interview zum Thema Wikis, Blogs, etc. gegeben. Prof. Dr. Andrea Back von der Universität St. Gallen, die das Interview geführt hat veröffentlicht dieses gerade häppchenweise in Ihrem Blog BACKonTheFUTURE –  (aktuellster Beitrag ist Part 4 von 9). […]

  2. Andrea Back schrieb:

    Zur Tonalität in Online-Medien hier ein interessanter Artikel.
    http://www.kottke.org/08/12/does-the-broken-windows-theory-hold-online#
    Der Autor meint, dass sowohl die Art der Moderation als auch das Erscheinungsbild das soziale Verhalten, auch den Tonfall, beeinflussen.

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